Montag, 31. Dezember 2012

Rückblick auf das Tourenjahr 2012

Es ja jetzt gerade Mode, Rückschau zu halten. Dem will ich mich nicht verschliessen und zeige ein paar Impressionen von unserem Tourenjahr.

Die erste Skitour unserer Jungs anfangs Januar mit dem SAC Homberg.



Ende Januar/anfangs Februar waren wir auf der Melchsee-Frutt in den Ferien.



Das Wochenende nach den Ferien unternahmen wir von zu Hause aus eine Skitour auf den Stierenberg. Weitere Bilder hier.



Im März wanderten wir über den Villiger Geissberg.


Ende März wagten wir uns nochmals auf die Skis und unternahmen eine Skitour im Hasliberg.




Anfangs April wanderten wir an einem trüben, nebligen Tag von der Staffelegg über das Bänkerjoch auf die Wasserflue und weiter zur Salhöhe.


Im Mai waren wir mit dem SAC im Ostergau bei Willisau mit den Bikes unterwegs. Weitere Bilder hier.


Über Auffahrt fuhren wir in die Franche Comté zum Klettern. Weitere Bilder auf der Facebook-Seite des SAC Homberg.





Weiter geht's mit der Endskitour auf den Pizzo Lucendro Anfangs Juni, welche für mich die erste Skitour war. Auch hier gibt es weitere Bilder inklusive Bericht.



Das folgende Wochenende waren wir im Kanton Fribourg unterwegs. Am Samstag bestiegen wir La Berra, am Sonntag wanderten wir auf dem Pfad der Urlandschaft Brecca.




Im Juli hofften wir auf schönes Wetter im Wirzweli, unsere Geduld wurde aber auf die Probe gestellt.



Im Sommer fuhren wir ins Wallis in die Ferien. Gestartet sind wir auf dem Gotthard, wo wir die Fibbia bestiegen, auf der Furka bestiegen wir das Kleine Furkahorn, bevor wir ins Binntal fuhren. Nach ein paar Tagen zogen wir weiter in den Pfynwald, danach besuchten wir die Turtmannhütte, bevor wir wieder zum Pfynwald zurückkehrten, von wo wir das Illhorn bestiegen.



Auf dem Klein Furkahorn (3028 müM)







Auf dem Üssere Barrhorn (3610 müM)
Auf dem Illhorn (2717 müM)

Ein Woche später landeten wir in Kandersteg.


Auf dem Gällihorn (2284 müM)

Anfangs September bestiegen wir das Sunniggrätli. Weitere Bilder hier.


Eine Woche später wanderten wir am Oberalp auf den Rossbodenstock und den Pazolastock. Weitere Bilder hier.



Und dann waren anfangs Oktober wieder Ferien fällig. Zuerst bestiegen wir bei Amden den Speer, dann verweilten wir eineinhalb Wochen in Davos, zum Schluss noch in Malbun FL.
Auf dem Speer
Im Bikepark Fährigen



















Auf Flüela Schwarzhorn (3146 müM)

Im Dischmatal



Auf dem Jatzhorn


Im Sertigtal

Nach Klosters

Nach Jenaz

Auf dem Weg zum Augstenberg


Nach diesen Touren folgten noch kleinere Spaziergänge. Rückblickend muss ich sagen: Wir hatten ein tolles Jahr. Ich hoffe, dass das nächste mindestens so gut wird. Wünsche allen einen schönen Start in neue Jahr.

Sonntag, 16. Dezember 2012

Abgesang auf einen Arbeitsweg

Einem Arbeitsweg nachtrauern? Wohl gschpunne! Nun, meiner mit dem Bike war schon speziell. Speziell schön, vor allem im Frühling und im Sommer. Im Mai, während der Balz- und Brutzeit der Vögel, machte ich im Morentalerwald immer Halt. Und horchte. Hörte den Vögeln zu: Zilpzalp, Buchfink, Kohlmeise, Amsel, Singdrossel und so weiter. Ein wahres Konzert. Idylle pur. Immer wieder querten Tiere meinen Weg: Hasen, Füchse, Dachse und so weiter. Mit den Rehen war ich per Du, die flohen schon gar nicht mehr, sondern glotzten mich an und trotteten gemächlich weiter. Ich glotzte jeweils zurück.
Der Steinibühlweiher lag still da, die Oberfläche war spiegelglatt. Blässhühner und Stockenten schwammen ihre Runden. Graugänse versperrten mir ab und zu den Weg und fauchten mich an, wenn sie glaubten, ich käme ihren Kücken zu nah.
Am Sempachersee, im Seeland, fand ich wieder andere Vögel vor. Rohrammer, Teichrohrsänger, Sumpfrohrsänger, Haubentaucher, aber auch Raritäten wie Eisvogel, Sturmmöve, Flussuferläufer oder Kuckuck.
Ja, nennt mich sentimental, einen Spinner oder was auch immer, aber ich hatte wohl einer der schönsten Arbeitswege der Welt! Urteilt selber.
Oberhalb Neudorf LU
Im Moretaler Wald
Pilatus
Innerschweizer Berge, oberhalb Sempach
Weg zur "Schlacht"
Jungfrau, Eiger und Mönch
Feldweg
Stockhof vor den Innerschweizer Bergen
Pilatus vom Stockhof aus
Sempachersee und Napfgebiet
Retensionsweiher unterhalb des Schlachthofes
Steinibühlweiher
Steinibühlweiher
Sempacher Allmend

Am Sempachersee
Rohrammer
Sempachersee
Hier lässt es sich ausgezeichnet baden
Wieder auf dem Heimweg: Beromünster mit Pilatus im Hintergrund
Vielleicht stehe ich im nächsten Sommer ab und zu früher auf und fahre dieselbe Runde, dann halt noch weiter bis Oberkirch. Dann kann ich immer noch mein morgendliches Bad im See nehmen, vielleicht vor Sonnenaufgang, wenn noch die Nebel über dem Wasser schweben.
Die Tour ist übrigens ein Teil der Wynental-Surental-Tour von Menziken über Sempach nach Schöftland aus dem "Familien-Velobuch" des Coop-Verlages. Wer noch schnell ein Weihnachtsgeschenk braucht, kann das Buch auch bei mir bestellen.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Unser Freund, der Birnbaum

Schon als wir das Haus vor zehn Jahren gekauft haben, machte uns der Verkäufer auf den maroden Zustand des Birnbaumes aufmerksam. In der Tat war er im Herbst nicht gerade eine Zierde zum Anschauen. Wir liessen ihn trotzdem stehen. Dies dankte er uns im nächsten Frühling mit einem weissen Blütenmeer. Heute, nach zehn Jahren, steht und blüht er immer noch. Und solange er nicht selber umfällt, wird er auch stehen bleiben. Zu wertvoll ist er für die Vögel. Ungefähr ein Dutzend Arten tummeln sich jeweils im Winter darin herum.
Unser Birnbaum im winterlichen Gewand
In den morschen Ästen finden Insektenfresser wie Meisen, Kleiber und Baumläufer reichlich Nahrung. Der Buntspecht nutzt die Ritzen für seine Spechtschmiede. Dies ist ein Spalt in einem Ast, in dem er die Haselnüsse einklemmt, um sie dann aufzuhacken, um an den begehrten Kern zu gelangen.
Morsch, aber ein gefundenes Fressen für die Vögel
Unser Sonntagsfrühstücksfernsehen besteht aus einem Panoramafenster mit Blick auf den Birnbaum, an und unter dem verschiedene Meisen- und Finkenarten, Kleiber, Amseln, Feldsperlinge, Goldammern, ab und zu Gimpel und andere Arten Nahrung suchen.
So, liebe Nörgeler (die das wohl aber nicht lesen), die finden, dass wir eine "Sauordnung" im Garten hätten: Nun wisst ihr warum. Biodiversität ist uns wichtiger als Konformität. Und wir freuen uns auf die nächste Bluescht im Frühling.

Sonntag, 2. Dezember 2012

Funzel aus, Scheinwerfer an - hier kommt der Trailbeamer!

Lange habe ich gewerweist: Soll ich die Investition machen von 249 Franken oder nicht für den Trailbeamer 1000 von Veloplus? Nun, kürzlich wurde ich schwach und kaufte mir das Teil. Da ich das grossartig auf Twitter verkündete, meldete sich Veloplus prompt, wie nun die Erfahrungen seien. Ich nahm nun den Mund ganz voll und versprach grossspurig, dass ich dies erst diese Woche testen, dafür etwas darüber schreiben werde. Nun musste ich mich also in die Dunkelheit, Kälte, Glätte und Feuchtigkeit stürzen, um dieses Teil auszuprobieren. 
Die Verpackung kommt schon mal relativ edel in einer Kartonbox daher:

Die Helmhalterung konnte ich noch im Trockenen und in der Wärme montieren. Vielleicht finde ich noch eine bessere Variante zur Fixierung, im Moment stört der Klettstreifen, mit der die Halterung am Helm befestigt wird, noch etwas. Vor grössere Probleme stellte mich die Montage des O-Ringes an der Lampe.

In der Anleitung heisst es, es gehe ohne Werkzeug. Ich kam auf keine Lösung. Also twitterte ich am Abend das Bild und fragte bei Veloplus, wie das funktionieren soll. Keine Stunde später erhielt ich Antwort, dass man sich darum kümmern würde. Tags darauf hatte ich auch schon eine Mail im Posteingang: Mit einem Schraubenzieher muss man die Halterung lösen, damit man den O-Ring montieren kann, dann wieder anziehen. Das hatte ich mir auch schon überlegt, aber es hiess ja "ohne Werkzeug". Ich schlug vor, dass man das für Bürogummis wie mich noch irgendwo erwähnen sollte. Und siehe da, noch am gleichen Tag wurde die Beschreibung des Artikels auf der Website von Veloplus ergänzt. Liebe Wirtschaftshochschulen, diese Episode könnt ihr als Fallbeispiel für gelungenen Kundenservice nehmen.
Ja, und nun wollte ich am letzten Novembertag dieses Jahres die Lampe ausprobieren. Es lag Schnee, die Temperaturen waren um den Gefrierpunkt. Soll ich es wagen oder nicht? Ach was, das bisschen Schnee wird mich schon nicht umbringen. So radelte ich also vor sechs Uhr morgens los. Ich schaltete die Lampe noch nicht an durch das Dorf, die anderen Verkehrsteilnehmer wären geblendet worden. Aber auf dem Radweg nach Beromünster musste es sein: Ich schaltete meine Flutlichtanlage ein. Und sie hielt, was ich mir von ihr versprach. Schön ausgeleuchteter Weg, nicht nur so ein Lichtfleck, wo man nicht sieht, was links und rechts davon ist. So lässt sich die Nacht bei leichtem Schneefall geniessen. Auch nach Beromünster wies sie mir wunderbar den Weg. Was sie allerdings nicht aufdeckte, war das spiegelglatte Eis, das sich unter der dünnen Schneeschicht verbarg. Dies bekam ich dann knallhart zu spüren. Ich landete auf dem Rücken, und es verschlug mir kurz den Atem. Nachdem ich festgestellt hatte, dass ich keine grösseren Schäden davon trug, fuhr ich weiter. Der Morentalerwald wurde wunderbar ausgeleuchtet, auch in der Kurve fuhr ich nicht geradeaus wegen zu wenig Licht. Durch die Helmmontage konnte ich in die Richtung leuchten, wo ich hinfahren  wollte. Schlussendlich gelangte ich nach zwei weiteren Stürzen auf dem Glatteis in Sempach Station an. Und ich habe das Versprechen an Veloplus gehalten, wofür ich die Schmerzen in Kauf nahm.
Fazit: Die Lampe ist hervorragend geeignet, wenn man wie ich einen Arbeitsweg abseits der Strassen und Ortschaften hat. Für schnelle Ritte über verwinkelte Singletrails gibt sie wohl zu wenig Licht, aber das sollte man im Winter sowieso unterlassen wegen den Wildtieren, die in dieser harten Zeit aufgescheucht werden und so unnötig Energie brauchen.